Follonica: Wasser

Obwohl unser Urlaub ja schon ewig zurück liegt, schreibe ich dennoch noch mein letztes Urlaubs-Update in meinen Blog.

An einem der letzten Tage im Urlaub stellte mein Angetrauter fest, dass nur ganz wenig Wasser aus der Leitung kommt Auf seine Frage bei der Rezeption wurde ihm mitgeteilt, dass es Probleme beim „Wasserreservoir“ von Follonica gibt und die ganze Stadt kein Wasser hat. Das kommt hier zwar öfter vor, ist aber dann normalerweise in wenigen Stunden behoben, aber diesmal dauerte das mehrere Tage. Stündlich kamen zwei Tanklaster mit Wasser um die Tanks des Campingplatzes wieder aufzufüllen. Nur waren diese Lieferungen eher ein Tropfen auf den heißen Stein, denn zu den „Stoßzeiten“, wenn viele mehr oder weniger gleichzeitig vom Strand oder vom Pool kamen, duschen, kochen, Geschirr waschen oder auch nur die Toilettenspülung benutzen wollten, waren die Tanks gleich wieder leer.

Wir haben dann zwei Kübel voll mit Wasser in die Dusche gestellt, sodass wir zumindest aufs Klo gehen können.

Für uns Ösis ist das eine ganz neue Erfahrung: daheim haben wir so gut wie immer Wasser (ausser nach Ankündigung, wenn zufällig etwas an den Leitungen gerichtet werden muss). Es war für uns richtiggehend eine Herausforderung mit Wasser zu sparen. Hätte der Wassermangel länger gedauert, hätten wir alle davon lernen können.

Schon seit ein paar Tagen zogen ab Mittag schwarze Wolken von Norden her über Follonica. Gleichzeitig war in der Ferne ein tiefes Grollen zu hören, Es fielen auch vereinzelte Regentropfen. Wir haben dann zu Mittag alle Sachen in die Zelte verräumt und alles dicht gemacht. Wir hofften, dass wir vom Regen verschont bleiben würden und wir hatten Glück, bis am Abend hatten sich die Wolken verzogen. Wahrscheinlich gab es ein Gewitter in Grossetto. Am Mittwoch dann war der Himmel besonders schwarz, das Grollen besonders tief, bedrohlich und nah. Wie auch immer, auch an diesem Tag verzog sich das Gewitter wieder.

Wobei ich selber ja nicht sicher war, ob ich gerne ein Gewitter hätte oder doch lieber trocken bleiben würde: einerseits bin ich mir nicht sicher, ob die Zelte dicht sind , so schief und schleißig wie wir die Heringe eingeschlagen haben bzw. wie wir die Seile verspannt haben. Andererseits liebe ich das Schauspiel von Naturgewalten, das Prickeln, wenn ein Gewitter ganz nah ist und die Kraft, wenn ein Blitz ganz in der Nähe einschlägt.

Aber wir hatten Glück, das Wetter hielt sich. Erst am letzten Tag, während wir zusammen packten, zog wieder ein Unwetter auf, diesmal verzog es sich nicht, aber wir schafften es, wir bekamen alles trocken in das Auto und in den Hänger.

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