Lanzarote – zwischen Strand, Kultur und Sport

Karge Vulkanlandschaften, schwarze Strände und weiße Häuser prägen das Bild Lanzarotes. Die Kanareninsel bietet Ruhe, Natur und ein einzigartiges Zusammenspiel von Landschaft und Architektur – ein Reiseziel für alle, die Abwechslung jenseits des Massentourismus suchen.

Lanzarote – eine Reise auf die Insel

Lanzarote ist eine spanische Insel und gehört zu den Kanaren, sie liegt in der Höhe von Marokko. Und aufgrund der relativ niederen „Berge“ gibt es auch ziemlich wenig Niederschlag (im Dezember 2011 und im Jänner regnete es auch mal 20 Minuten). Diese Niederschlagsmengen erkennt man auch gut an den Bildungen: alles braun in braun – was ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Wobei man manchmal auch auf ein wenig grün stößt, vor allem bei privaten Häusern und Gärten, die zusätzlich bewässert werden.

Zu dieser Zeit eignet sich die Insel perfekt um sich auf die Lauf- und Radsaison vorzubereiten – vorausgesetzt man steht gerne im Wind oder fühlt sich wie eine Bergziege: wenn man sich freut, dass es endlich abwärts geht, dann kann man auch Gift darauf nehmen, dass es auch bestimmt wieder hinauf geht. (-;
Aber es ist schon auch cool, wenn man weiß, man läuft auf der Strecke, auf der auch die Triathleten im Mai wieder entlang laufen werden.
Ein Ausflug in den Nationalpark Timanfaya war gerade ideal für den lauffreien Tag: dort zieht sich eine schmale Straße durch die Vulkanlandschaft, auf der Touristen den beeindruckenden Anblick bestaunen können. Aber nicht nur die Landschaft ist beeindruckend, auch die Fahrt mit dem Bus ist atemraubend: Es ist fast ein Wunder, dass die Busse diese schmalen Straßen überhaupt befahren können.

Schöne Insel, und was will man mehr als ein Plätzchen bei der es 350 Tage im Jahr schön ist und wo man Ende Feber mit kurzer Hose und Trägerleiberl laufen gehen kann.

Lanzarote – die Insel der Kontraste

Lanzarote, die nordöstlichste der Kanarischen Inseln, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von ihren Schwestern. Statt grüner Lorbeerwälder oder dichter Hotelburgen erwartet Besucher hier eine raue, fast mondähnliche Vulkanlandschaft – karg, weit und eindrucksvoll in ihrer Schlichtheit. Wer landschaftliche Dramatik und architektonische Zurückhaltung schätzt, ist hier richtig.

Die Insel ist vulkanischen Ursprungs – das merkt man auf Schritt und Tritt. Besonders im Nationalpark Timanfaya, dem Herzstück Lanzarotes, wird die geologische Vergangenheit greifbar. Dort, wo 1730 über sechs Jahre hinweg Vulkanausbrüche große Teile der Insel formten, ziehen heute bizarre Lavafelder und Feuerberge jährlich Tausende Besucher an. Eine Rundfahrt durch das Gebiet ist nur im Rahmen geführter Touren möglich, doch das dient dem Schutz dieser einmaligen Naturkulisse.

Landwirtschaft unter besonderen Bedingungen

Trotz des kargen Bodens wird auf Lanzarote auch Landwirtschaft betrieben – allerdings unter besonderen Bedingungen. In der Region La Geria wachsen Reben in kleinen, von Steinmauern geschützten Mulden, die die Feuchtigkeit der Nacht speichern. Der daraus gewonnene Malvasia-Wein ist nicht nur eine lokale Spezialität, sondern Ausdruck von Kreativität und Anpassungsfähigkeit der Inselbevölkerung.

 César Manrique – Künstler mit Weitblick

Neben der Landschaft prägt vor allem das Erbe des Künstlers und Architekten César Manrique das Bild Lanzarotes. Er setzte sich früh für einen behutsamen Tourismus und den Erhalt des traditionellen Baustils ein. Weiße Häuser mit grünen oder blauen Fensterläden, kaum Hochhäuser und eine harmonische Integration in die Landschaft gehen wesentlich auf seine Ideen zurück. Sehenswürdigkeiten wie die Jameos del Agua, der Mirador del Río oder das Fundación César Manrique sind Zeugnisse dieses gestalterischen Konzepts und gehören zu den kulturellen Höhepunkten eines Inselbesuchs.

Die Strände Lanzarotes sind vielfältig – von feinem, hellen Sand im Süden bei Playa Blanca bis zu den schwarzen Lavastränden im Norden. Das Wasser ist klar, die Bedingungen zum Schwimmen, Schnorcheln oder Windsurfen sind gut, doch viele Buchten sind von der Brandung des Atlantiks geprägt. Familien mit Kindern finden am Playa de Papagayo ruhigere Verhältnisse vor.

Städte wie Arrecife, die Inselhauptstadt, oder das charmante Teguise laden zum Bummeln ein, ohne überlaufen zu sein. Das Tempo ist gemächlich, der Alltag bleibt spürbar – Lanzarote wirkt vielerorts authentisch und angenehm unaufgeregt.

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