Schreiben – Lesen – Bloggen – Schreibblockade

Schreiben läuft nicht immer gleich, manchmal geht es flüssig von der Hand, manchmal muss man um jedes Wort kämpfen und feilschen. So Schreibblockaden nerven, sind lästig und bremsen unheimlich.

Wenn der Cursor nur noch blinzelt – Eine Liebeserklärung an die Schreibblockade

Es beginnt wie immer: Kaffee, Laptop, Playlist mit „Deep Focus“-Beats – der Blogger ist bereit. Die Tastatur glänzt, der Kopf ist leer. Und da ist er, der alte Feind: die Schreibblockade. Diese heimtückische Kreatur, die sich anschleicht, sobald man denkt, man sei produktiv. Eben noch voller Ideen unter der Dusche – jetzt starrt man eine blinkende Cursorlinie an, die sich über den eigenen Mangel an Kreativität vermutlich ins Fäustchen lacht.

Man beginnt, die Kaffeetasse kritisch zu betrachten. Vielleicht liegt es am Koffein? Oder am Wetter. Oder am Weltgeschehen. Oder an der zu perfekten Schreibtischordnung. Man öffnet Twitter – rein zur Inspiration natürlich – und bleibt in einer Schleife aus Memes und Lebensweisheiten hängen, die in etwa so hilfreich sind wie ein Löffel bei einer Suppe aus Selbstzweifeln.

Prokrastination im Kampf gegen das Schreiben

Dann kommen die Klassiker der Prokrastination: „Ich sollte erst noch den Desktop aufräumen.“ – „Vielleicht hilft es, wenn ich das Fenster putze.“ – „Was macht eigentlich der Ex-Mitbewohner von 2011 aus dem (nie abgeschlossenen) Italienischkurs?“ Alles scheint dringender, wichtiger, sinnvoller als Schreiben.

Aber irgendwann kommt die Wendung. Man beginnt zu tippen. Erst widerwillig, dann flüssiger. Die Worte purzeln aus den Fingern – ein bisschen wirr, ein bisschen witzig, aber ehrlich. Und plötzlich merkt man: Die Schreibblockade war vielleicht gar keine Wand, sondern nur ein sehr schüchterner Anfang.

Fazit? Manchmal ist der beste Weg, wieder ins Schreiben zu kommen, einfach über das Nicht-Schreiben zu schreiben. Denn auch ein blinkender Cursor hat seinen Sinn: Er erinnert uns daran, dass da noch etwas entstehen kann – irgendwann. Vielleicht sogar ein Essay über Schreibblockaden.

Aus dem Tagebuch – Schreiben oder Lesen?

Jetzt ist es schon ewig her, dass ich etwas in meinen Blog geschrieben haben. Was nun am Rande die Frage aufwirft, wie viele tote Blogs gibt es eigentlich? Was passiert mit Blogs, in die keiner mehr etwas schreibt?. Verschwinden die irgendwann wieder? Werden sie eliminiert? Oder schwirren sie als Blogleichen durch das WWW?
Wobei ich dieser Frage jetzt eigentlich gar nicht weiter nachgehen will. Das Thema heute ist mein eigener Blog und die Tatsache, dass der ja noch nicht tot ist und ich nicht so regelmäßig etwas hineinschreibe, wie ich eigentlich möchte. Dafür gibt es jedoch mehrere Gründe, die sich im Wesentlichen aber wieder darauf hinauslaufen, dass es mir an Disziplin mangelt. Vorgenommen habe ich mir, dass ich jeden Abend nur 15 Minuten etwas schreibe: für den Blog für die Geschichte Luisi’s Geheimnis, von der ja auch schon einiges im Blog steht.

Schreibblockaden und Schreibbremsen

Aber leider gibt es zwei große Schreibbremsen (warum fällt mir gerade jetzt das Grubengrabgerät ein?): einmal die Kälte; wenn es kalt ist, dann überkommt mich immer unsagbare Müdigkeit. Ich muss schon früh ins Bett und bin dann so erschöpft, dass ich manchmal nur mehr ein Buch halten und ein paar Seiten lesen kann, bevor es mich in den Schlaf beamt. Und somit sind wir schon beim zweiten Grund: dem Lesen.
Je mehr ich von einem Buch gefangen genommen bin, desto mehr ich lese, desto weniger schreibe ich. Mir fehlt es da auch an den Ideen für neue Texte. Die letzten Bücher waren so fesselt, spannend oder lustig, dass ich in jeder freien Minute lesen musste. Auch bei Luisi’s Geheimnis fällt mir im Moment nicht wirklich etwas Neues ein. Es fehlt noch an Ausschmückungen und der Idee, wie es weitergehen soll.

Ich versuche jetzt, obwohl es immer noch nicht wärmer ist, ein bisschen mehr zu schreiben.
Vielleicht finde ich überhaupt einen Weg, an meiner Disziplinlosigkeit zu arbeiten. Vielleicht schaffe ich es ja noch bis zur Perfektion. – Meine Faulheit ist ja auch kaum zu übertreffen.

Hallo und willkommen – der Sinn des Bloggens

Ein Jahr Bloggen ist schon wieder vorbei

 

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