Und noch mehr Wassermusik

Wassermusik – T.C. Boyle und das Ketchup

Auf Grund der Tatsache, dass Boyle behauptet, er hätte die tatsächliche Geschichte seinem Buch angepasst, habe ich jetzt etwas im WWW recherchiert: Boyle erklärt am Anfang des Buches Wassermusik, dass es um 1800 schon Tomatenketchup gegeben hätte. Und tatsächlich: Das Wort Ketchup hat sich aus dem chinesischen Wort koechiap oder ke-tsiap, über das malayische kechap entwickelt.

Ursprünglich handelte es sich um eine polynesische Sauce bzw. Suppe aus Fischlake, Kräutern und Gewürzen, gereicht zu Anchovis (Sardellen), Walnüssen, Pilzen und Kidney-Bohnen; damit handelt es sich also keineswegs um eine amerikanische Erfindung, die nur aus Tomaten hergestellt wurde.

Im späten 17. Jahrhundert kamen der Name und Proben davon nach England, wo es in Veröffentlichungen zuerst als catchup und dann als ketchup (auch: catsup) auftauchte. Ketchup/Catsup bezeichnete in den 1800ern jede Sauce, die mit Essig hergestellt wurde.
Ein Rezept für Ketchup aus Tomaten fand dann seinen Weg über den Atlantik, wo es 1876 von Henry John Heinz modifiziert wurde und als Produkt der H.J. Heinz Company seinen weltweiten Siegeszug antrat.

T C Boyle - Wassermusik

  • T.C. Boyle – Wassermusik
  • Taschenbuch: 720 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 21 (2. Juli 1990)
  • Sprache: Deutsch

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