Syntax – Sätze und Satzbau

Syntax – Lehre vom Satzbau

Syntax ist die Lehre vom Satzbau, von Sätzen und der Gliederung der einzelnen Satzteile.  Ein Satz ist eine abgeschlossene Einheit. Dieser kann verschiedene Formen haben, er kann allein stehen oder zusammen mit anderen Sätzen zu einem längeren Text zusammengefügt werden.

Je nach Länge und Aufbau eines Satzes lassen sich verschiedene Satzarten bestimmen.

Der einfache Satz

Einfache Sätze können Aussagesätze oder Fragesätze. Sie haben in der Regel ein Prädikat. Einfache Sätze haben ein Prädikat.

Beispiel: Er hält eine Rede.

Der zusammengezogene Satz

Ein zusammengezogener  Satz besteht aus mehreren gleichen Satzgliedern, die sich wiederholen.

Beispiel: Er kam, sah und siegte.

Parenthese

Die Parenthese ist ein sogenannter Schaltsatz. Hier wird ein Satz unterbrochen, in dem ein anderer Satz eingeschoben wird. Der eingeschobene Satz steht dabei zwischen Gedankenstrichen, Klammern oder Beistrichen. Der eingeschobene Satz kann selbständig stehen, er ist vollständig. Die Parenthese ist ein häufig gebrauchtes Stilmittel.

Beispiel: Im Herbst – wenn man solchen Versprechungen glauben möchte – wird alles besser sein.

Ellipse

Ellipsen sind grammatisch unvollständige Sätze. Hier fehlen dem Satz wichtige Bestandteile – aber dennoch bleibt der Sinn des Satzes verständlich. Manche Formen der Ellipsen sind so gebräuchlich, dass häufig nicht auffällt, dass etwas fehlt.

Beispiel: Tür zu! Gut gemacht! Ich sammle Birnen, du Äpfel.

Parataxe

Bei der Parataxe oder Hauptsatzreihe werden mehrere selbständige Sätze (Hauptsätze) aneinander gereiht. Sie werden durch einen Punkt, einen Beistrich, und sowie oder voneinander getrennt.

Beispiel: Ich kam und ich sah.

Hypotaxe

Eine Hypotaxe besteht aus einem Hauptsatz und einem Nebensatz. Dabei ordnet sich der Nebensatz dem Hauptsatz unter. Die Verbindung zwischen den einzelnen Sätzen wird meist durch Konjunktionen erreicht. Die Konjunktion bestimmt die Art der Hypotaxe.

Beispiel: Weil sie ihren Vater besuchen wollte, fuhr sie mit dem Bus.

  • Lokalsatz: Wo der See am tiefsten ist, fand man das leere Boot. (Ort)
  • Temporalsatz: Wenn es regnet, bin ich nicht da. Ich koche Kaffee, während sie sang. (Zeit)
  • Modalsatz: Er gestand seine Schuld, indem er stark weinte.
  • Vergleichssatz: Die Schularbeit fiel besser aus, als wir erwartet hatten.
  • Kausalsatz: Er fehlt, weil er krank ist.
  • Finalsatz: Damit ich keinen Sonnenbrand bekomme, nehme ich eine Sonnencreme.
  • Konditionalsatz: Wenn du fleißig lernst, wirst du die Prüfung schaffen.
  • Konzessivsatz: Obwohl er Halsweh hat, singt er im Chor.
  • Attributsatz / Relativsatz: Die Mannschaft, die die meisten Tore schießt, gewinnt.

Objektsatz

In den Objektsätzen haben die Nebensätze die Form des Objekts im übergeordneten Satz.

Beispiel: Sie wissen nicht, ob wir auch eingeladen sind.

Subjektsatz

Im Subjektsatz übernimmt der Nebensatz die Funktion des Subjekts. Sie können mit dass oder ob, aber auch mit einem Fragewort eingeleitet werden. Sie können eine Infinitivkonstruktion sein, oder gänzlich uneingeleitet sein.

Beispiel: Dass du Recht hast, wird bezweifelt.

Adverbialsatz

In Adverbialsätzen übernehmen die Nebensätze die Adverbialbestimmung im Hauptsatz. Sie bestimmen den Sachverhalt des Hauptsatzes näher. Beide Teilsätze werden in einen Bedeutungszusammenhang gebracht.

Beispiel: Der Hund bellt, weil er angebunden ist.

Prädikativsatz

In Prädikativsätzen übernimmt der Nebensatz das Prädikativ. Er kann mit wie oder was eingeleitet werden.

Beispiel: Er wird immer bleiben, wie er ist. Sie nannte ihren Chef, was sie ihn schon lange nennen hätte sollen.

 

 

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