Anna Mitgutsch – Die Züchtigung

Kein Spaß – Die Züchtigung

ist eines der Bücher, die ich im Urlaub gelesen habe.

Das Bucht sehr trist, die Sprache einfach, schlicht und sehr eindringlich. Die Ich-Erzählerin, die die Erziehung der Tochter besser machen will, als ihre Mutter es gemacht hat, erzählt in Rücblicken von der Kindheit, der Ehe, dem Sterben ihrer eigenen Mutter Marie.
Marie wächst auf einem reichen Bauernhof auf, ihr Leben ist gekennzeichnet durch harte Arbeit, Schläge und Unterdrückung, nach dem Krieg flüchtet sie in die Ehe mit einem Mann, den sie nicht liebt, den sie geradezu verabscheut.
Ihre Tochter erzieht sie streng, mit Schlägen, ohne irgendwelche Freiräume, immer mit dem Wunscht besser zu sein, als die anderen, sich aus der Arbeiterschicht nach oben zu arbeiten.

Anscheinend ist das Buch zumindest zum Teil autobiographisch – und spiegelt die Mutter-Tochter-Beziehung der Autorin wieder.

An einer Stelle fällt der Satz: Nicht falsch, heißt noch lange nicht, nicht richtig. – Ein Zitat, das es wert ist, sich öfter daran zu erinnern.

Mich erinnert das Buch an eine Internet-Bekannte, die auch auf einem Hof aufgewachsen ist, wo harte Arbeit nur durch Schläge unterbrochen wurden. Auch diese Frau ist vom Hof geflohen, auch sie versucht mit allen Mitteln ihrer Tochter ein besseres Leben zu bieten, ja und auch sie steht häfig am Rande des Scheiterns.

Mitgutsch - Die Züchtigung

  • Annat Mitgutsch – Die Züchtigung
  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 608, 695 Seiten. (1. Oktober 1987)
  • Sprache: Deutsch

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