Abgefahren …..

Rennradfahren im Herbst ist cool. Es hat etwas, es ist ziemlich abgefahren. Mit 30 km/h auf feuchten, laubbedeckten Wegen, vereinzelte Sonnenstrahlen brechen durch die Äste und spiegeln sich im feuchten Laub.
Der Wind bläst mir um die Ohren, Techno brettert in die Ohren. Das Tzntzntzn übertönt alles. Keine Gedanken sind zu fassen, der Wind findet seinen Weg unter die Sonnenbrille und macht die Augen feucht. Alles verschwimmt. Der Sound brettert, der Blick wird unscharf.
Ich verliere mich, die unterschiedlichen Farben der Blätter, es ist nicht mehr möglich die einzelnen Blätter voneinander zu unterscheiden. Ich fühle mich wie unter Drogen. Ich muss den Blick abwenden, sonst kann ich das Rad nicht mehr auf der Spur halten. Und dennoch zieht es meinen Blick wieder zurück auf das Blättermeer und das brechende Licht der Sonnenstrahlen.
Ich merke langsam, wie mein Geist abhebt, und ich mich dabei beobachte, wie ich trete – gleichmäßig, gleichmäßig, gleichmäßig, ein Tritt nach dem anderen. Ich spüre das Wegrutschen des Rades am nassen Laub. Und dennoch trete ich weiter und lasse den Blick verschwimmen.
Ein gutes Gefühl einfach abzuheben, an nichts zu denken, nur das BummBummBumm und das Treten im gleichen Rythmus.
Doch dann ist es aus. Ich bin heraussen aus dem Wald und wieder auf der Straße und morgen wird es zu kalt sein für diesen Luxus.

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